Breitbandausbau

Ausdruck vom 26. Mai 2016 06:39:32 MESZ

https://www.lgl-bw.de/lgl-internet/opencms/de/08_Breitbandausbau/index.html


Breitbandausbau

Schnelles Internet

Die rasante Entwicklung neuer digitaler Anwendungen und Dienste sorgt dafür, dass schnelle Internetverbindungen immer mehr nachgefragt werden. Ein leistungsfähiges Internet ist inzwischen Standortfaktor Nummer eins und bedeutet für viele Menschen auch Lebensqualität. Schon längst werden Wohnort und Firmensitz nach der Internetverfügbarkeit ausgewählt. Ob privat oder beruflich – die digitale Welt verändert, wie wir einkaufen, uns informieren oder kommunizieren.

Das schnelle Internet ermöglicht es unter anderem, standort- oder verkehrsbedingte Nachteile auszugleichen, Familie und Beruf über Telearbeit zu vereinen sowie Produktionsabläufe digital zu vernetzen.

 

 

Kommunaler Breitbandausbau

Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes durch die Europäische Union ist es grundsätzlich Aufgabe der Telekommunikationsunternehmen, die Versorgung mit Breitband sicherzustellen. Dieser marktgetriebene Breitbandausbau funktioniert in erster Linie dort, wo er sich für die Unternehmen rechnet. In Gemeinden mit geringer Einwohnerdichte und Zentralität der Siedlungen ist der unternehmerische Ausbau oftmals nicht lohnend für die Telekommunikationsunternehmen. In diesen Fällen kann die öffentliche Hand tätig werden.

 

Das Land fördert nach dem Betreibermodell mit glasfaserbasierten Netzen in öffentlicher Hand. Den späteren Netzbetrieb übernimmt eine Netzbetriebsgesellschaft, die sich in transparenten Ausschreibungsverfahren als Partner einen Diensteanbieter für das Internet, TV oder die Telefonie auswählt.

 

 

Die Vorteile kommunaler Netze

  • Individuelle Abstimmung des kommunalen Netzes auf den räumlichen und technologischen Bedarf.
  • Planung mit Glasfaser bis ans Haus (FTTB).
  • Festlegung des Baufortschritts und der Qualität durch die Kommune.
  • Koordination des Breitbandausbaus mit den sonstigen infrastrukturellen kommunalen Baumaßnahmen, wie den Tiefbaumaßnahmen zur Versorgung mit Gas, Wasser oder Strom.
  • Ansteuerung der Gewerbegebiete mit Glasfaser, unabhängig von der Lage.
  • Netzinfrastruktur (wie Kabelkanäle, Leerrohre, die inaktive Glasfaser) im Eigentum der Kommunen (Open Access).
  • Funktionierender Wettbewerb unter den Diensteanbietern durch Open Access.
  • Refinanzierung der Anfangsinvestitionen durch die Vermietung der kommunalen Netze.
  • Keine öffentlichen Fördermittel für Übergangstechnologien, sondern für eine nachhaltige Zukunftstechnologie.